Akten der Reichskanzlei, Regierung Hitler 1933-1945
Herausgegeben für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften von Konrad Repgen (Band I) / Hans Günter Hockerts (ab Band II), für das Bundesarchiv von Hans Booms (Band I) / Friedrich P. Kahlenberg (Band II) / Hartmut Weber (Bände III–V) / Michael Hollmann (ab Band VI).
Die Edition orientiert sich an dem Generalziel, über eine repräsentative Auswahl von Dokumenten zum Regierungshandeln die ganze Bandbreite der Reichspolitik aufzuzeigen, in der Verflechtung der verschiedenen Ressortbereiche, in ihren Motiven wie Wegen. Jedoch sind dabei der Funktionswandel der zentralen staatlichen Institutionen nach 1933 und der grundlegend andere Vollzug von Politik in der Diktatur in Rechnung zu stellen.
Im Mittelpunkt stehen folglich nicht Kabinettssitzungen, weil diese alsbald ihre Bedeutung einbüßten und 1937 endgültig ausliefen, sondern etwa Aufzeichnungen über Chef- und Ressortbesprechungen, vornehmlich zur Vorbereitung und Umsetzung zentralstaatlicher Rechtsnormen, der einschlägige interministerielle Schriftwechsel, Aktenvermerke der Reichskanzlei zu komplexen und strittigen Gesetzesvorhaben, nach Vorträgen des Reichskanzleichefs bei Hitler ergangene normative Runderlasse, schließlich auch geheime Gesetze und Führererlasse für den staatlichen Bereich.
Bei der Dokumentenauswahl werden neben dem zentralen Fonds der Reichskanzlei-Akten auch die Überlieferungen aller Reichsministerien berücksichtigt. Im Anhang eines jeden Bandes sind in Regestenform die bei "Führervorträgen" unterbreiteten Einzelfragen mit der jeweiligen Entscheidung Hitlers nachgewiesen.
Die Edition erscheint seit dem Jahrgang 1936 grundsätzlich in Jahresbänden. Jeder Band enthält eine eingehende Erläuterung des Editionskonzepts und eine sachthematische Einleitung, er ist durch ein Dokumentenverzeichnis sowie über detaillierte Register zu Personen, Sachen und Orten erschlossen.
1944 ist die militärische Niederlage Deutschlands nur noch eine Frage der Zeit. Die besetzten Gebiete gehen größtenteils verloren, im Herbst überschreiten die Alliierten von Ost und West die Reichsgrenzen. Verheerende Luftschläge legen Städte in Schutt und Asche, zerstören wichtige Industrieanlagen und die Verkehrsinfrastruktur. Während die Zeichen längst auf Untergang stehen und Millionen Flüchtlinge aus dem Osten in westliche Reichsteile drängen, mobilisiert das NS-Regime letzte Reserven und verzögert unter furchtbaren Verlusten das Unvermeidbare: Im Mai 1945 folgt die bedingungslose Kapitulation. Die Abwicklung des verbrecherischen Regimes übernimmt Hitlers Nachfolger Dönitz. – Der Abschlussband der Edition führt in 219 aufwendig kommentierten Dokumenten zu zentralen Problemfeldern der NS-Regierungspolitik und macht administrative Entscheidungsprozesse sichtbar. Ein Anhang zur "Regierung Dönitz" vervollständigt den Band.
After the “lightning victory” on the Western front in 1940, the Nazis were already imagining a Europe under German hegemony. However, Germany was not yet on “total war” footing, and the economy and bureaucracy were in need of reform. The regime ruthlessly exploited the territories under its occupation, and intensified its racial and population policies. The volume documents the politics of 1940 with selected official records.
This volume presents a representative selection of documents on German policy in 1941. The failure of Blitzkrieg on the Eastern front forced a change in the economic and administrative management of the war effort, including the mobilization of domestic reserves and the intensified plundering of occupied territories. This edition examines these measures for the “civil defense of the Reich,” including associated legal developments.
In 1942, the Nazi regime stood at the apex of its military power, ruling nearly the entire European continent. Despite the exploitation of internal and external resources, signs of critical problems appeared that would turn the course of the war by year’s end. The volume presents 280 documents with intensive commentary, which elucidate the Reich government’s plans and actions and show shifts in the power structure of the “Führer state.”
By 1943 the German conduct of the war was clearly in crisis. The defeat at Stalingrad and Allied bombing threatened to demoralize the population. The regime decided to go for broke and declare “total war.” Extensive commentary on 221 documents details the key problems besetting government policy, reveals the power structure of the “Führer state,” and shows administrative decision-making processes.